Konzeption


Welche Möglichkeiten werden in den Kursen und Workshops trainiert?

Wirksamer und aktiver Selbstschutz beginnt schon im Vorfeld, indem man ein Radar für Gefahren entwickelt:
• Wie kann ich meine Umgebung gelassen und aufmerksam wahrnehmen?
• Wie kann ich bedrohliche Situationen erkennen?
• Wie kann ich bedrohliche Situationen vermeiden?
• Wie kann ich meine Handlungsmöglichkeiten erkennen, einschätzen und umsetzen?
In Selbstbehauptungskursen von VGS-Trainerinnen und -Trainern lernen Sie dazu verschiedene Techniken und Methoden, ganz praktisch in konkreten Übungen zu Wahrnehmung und Gesprächsführung sowie in Rollentrainings und realistischen Szenarien. Das Ziel ist dabei immer, dass Sie ihre Fähigkeiten stärken und erweitern, in bedrohlichen Situationen angemessen zu handeln und sich effektiv zu wehren:
• Wie setze ich Grenzen?
• Wie halte ich eine aggressive Person auf Abstand?
• Wie kann ich auch unter hohem Stress handlungsfähig bleiben?
• Wie kann ich mich bei einem Angriff optimal schützen und aus der Gefahrenzone kommen?
Wer weiß, wie er handeln kann, der wird sicherer. Wer sicherer darin ist, wie er selbst handeln kann, der strahlt auch mehr Selbstsicherheit aus. Wer Selbstsicherheit ausstrahlt, schreckt dadurch schon die meisten potenziellen Angreifer ab.

Wie sind die Kurse aufgebaut?

In jedem VGS-Kurs werden Theorie und Praxis vermittelt. Breiten Raum nehmen dabei die Rollentrainings ein.
Die VGS-Trainerinnen und Trainer arbeiten bei den Kursen und Workshops zu Selbstschutz mit Übungen zur Körpersprache und zeigen, wie man mit Kommunikation Konflikte vermeiden oder entschärfen kann. Viele Übungen finden mit Partnern statt. Ergänzt werden sie durch gemeinsame Reflexionsrunden. Das Ziel dieser Runden ist, Motive für Gewalt und ihre Formen klarer zu erkennen und zu lernen, wie man nicht nur als Einzelner, sondern auch in der Gemeinschaft mit anderen wirksam und verantwortungsbewusst damit umgehen kann – mit anderen Worten: Die Trainings bieten eine alltagstaugliche Anleitung für soziale Kompetenz und Zivilcourage.
In den Kursen für Selbstbehauptung speziell im Kinder- und Jugendbereich lehren wir keine Selbstverteidigungstechniken.
Diese können jedoch im Bereich des Selbstschutzes, je nach Wunsch und Bedürfnis der Teilnehmenden, im Kurs mit aufgenommen werden.

Ist Selbstbehauptung auch schon etwas für Kinder und Jugendliche?

Gerade für Kinder und Jugendliche ist es wichtig zu wissen, wie man sich schützen und wehren kann, bevor es handgreiflich wird. Möglich sind Kurse ab einem Alter von sieben Jahren. Für Jugend- oder Vereinsarbeit sind unsere Gewaltschutztrainerinnen und -trainer speziell ausgebildet und bringen meist jahrelange Erfahrung mit. Sie arbeiten nach den Qualitätsstandards der Karlsruher Polizei und nehmen regelmäßig an Fortbildungen durch fachkundige Polizeibeamte teil. Dazu kommen stichprobenartige Überprüfungen ihrer Trainings durch die Polizei.
Die enge Zusammenarbeit mit der Polizei gewährleistet, dass Kriminalität, mögliche Gefahren und Verhaltensweisen von Tätern auch wirklich realitätsnah sind. Entsprechend sind es auch die vermittelten Verhaltensmuster und Handlungsstrategien, um sich zu schützen. In den VGS-Kursen lernen Sie außerdem rechtliche Kenntnisse zu Notwehr, Nothilfe und Zivilcourage.

Selbstbehauptung, Gewaltprävention, Selbstverteidigung, Gewaltprävention an Schulen, Kurse zur Selbstverteidigung, Selbstschutz, „wehr dich, aber richtig“,

Ziele

• Fachleute sind sich einig: Ein gestärktes Selbstbewusstsein hilft, sich erfolgreich gegen gewaltsame Übergriffe zu schützen
• Die VGS-Kurse stärken das Selbstbewusstsein, indem sie Strategien für Selbstbehauptung und Konfliktlösung vermitteln und vertiefen.
• Durch Rollentrainings und realitätsnahe Szenarien lernen Teilnehmende, bedrohliche Situationen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden bzw. so zu handeln, dass sie sich wirksam schützen und wehren können.